Der Dokumentarfilm: Wohnen ohne Wohnung. Im Zelt, in einer Hütte, in der ‚Hood‘, auf dem Boot, ‚auf der Straße‘. Die Autorin von ‚Haus am See‘ filmt ihre Umgebung, die ‚Rummelsburger Bucht‘ am Berliner Ostkreuz. Sie interessiert sich dabei ausschließlich für die Menschen die dort in öffentlichen und geöffneten Räumen leben und lässt dabei die Geschichte des Ortes zu, die sich in unmittelbarer Nähe vor ihrer Kamera entfaltet. Hintergrund: Bebauungspläne, Privatisierung, hochpreisige Townhouses, eine Zeltstadt auf einer Brache, ankernde Hausboote ohne Liegeplatz. Die Konflikte um Wohnen, Bauen und die Frage nach Zuständigkeit und Verantwortung für das an diesem Ort so sichtbare Problem der Wohnungslosigkeit in Berlin wurden in den vergangenen Jahren auf vielen Ebenen ausgetragen. Die Situation ist unverändert. Die Konflikte bleiben. In diesen Meinungsgefechten wurde aber die Geschichte der Wohngebäude um den Rummelsburger See bisher wenig rezipiert. So auch das ehemalige ‚Arbeitshaus Rummelsburg‘ . 1939 zentraler Ort der der Obdachlosenrazzia im Rahmen der ‚Aktion arbeitsscheu Reich‘ und Arbeitslager für sogenannte ‚Asoziale‘ mittlerweile ein Wohnviertel in bester Lage saniert und verkauft. Bis zum Mauerfall wurde der Gebäudekomplex noch als Gefängnis genutzt. Die Insassen nannten es zuweilen das ‚Haus am See‘.

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admina

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